3 New-Work-Methoden, die Unternehmen schnell und einfach umsetzen können

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Die Corona-Krise stellt die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Mit Homeoffice, Flexibilität und Selbstmanagement bietet sie aber auch Chancen für New Work. Was versteht man eigentlich unter diesem Buzzword und welche Ansätze können Unternehmen schnell und einfach umsetzen?


Eine Symbiose aus Leben und Arbeiten


„Neue Arbeit“ – so die deutsche Übersetzung für New Work –bezeichnet die Auswirkungen der Globalisierung und Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Die zentrale Frage: Wie werden und wollen wir in Zukunft arbeiten?


Fest steht, dass Arbeit und Privatleben weiter miteinander verschmelzen. Statt klassischem „9 to 5“-Job setzen mehr Unternehmen auf flexible und selbstbestimmte Arbeitsmodelle. Und zunehmend mehr Angestellte erwarten diese Flexibilität. Wer sich jetzt den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt stellt und die entsprechenden Strukturen schafft, hat gute Chancen auf langfristigen Erfolg und zufriedene Mitarbeiter.


Hier sind drei Ansätze für New-Work-Methoden, die über Homeoffice hinausgehen, aber nicht gleich eine „Holokratie“ erfordern, also ein Umkrempeln der gesamten Organisation.


1) Agile Arbeitsmethoden


Unter agilem Arbeiten versteht man eine selbstorganisierte Arbeitsweise, die Hierarchiestufen reduziert und mit komplexen Themen lösungsorientiert umgeht. Durch kurze Iterationen arbeiten die Mitarbeiter konzentriert an konkreten Aufgaben. Das gern genutzte Kanban-Board, ein Tool für das Projektmanagement, ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten des agilen Arbeitens. Wichtig ist, dass Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern ernst genommen werden. Auch unfertige Ideen und eine positive Fehlerkultur sind willkommen, da sie sowohl die Entwicklung der Mitarbeiter fördert als auch die Bindung an das Unternehmen stärkt. Übrigens setzt Lendico als Teil der ING, der ersten agilen Bank Deutschlands, auch seit einiger Zeit auf agiles Arbeiten.


2) Work-Life-Blending


Anders als bei der Work-Life-Balance werden beim Work-Life-Blending Lebens- und Arbeitswelt miteinander verknüpft statt voneinander getrennt. Die Grenzen verschmelzen und ermöglichen Mitarbeitern ein flexibleres und produktiveres Arbeiten. Unternehmen schaffen eine Infrastruktur, in der die Angestellten Privates auch im Arbeitsumfeld erledigen können und umgekehrt. Zum Beispiel durch schalldichte Telefonzellen für persönliche Telefonate, Sport- und Freizeitangebote oder ortsunabhängiges Arbeiten, um Job und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig bearbeiten Mitarbeiter Berufliches auch mal nach Feierabend.


3) Jobsharing

Wie der Begriff bereits verrät, teilen sich beim Jobsharing zwei oder mehr Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle. Vorreiter in Sachen Jobsharing ist das deutsche Tech-Startup Tandemploy, das mit einer Software versucht, Arbeitsstrukturen in Unternehmen aufzubrechen und sie flexibler zu gestalten. Jobsharing ist für Mitarbeiter attraktiv, die sich mehr Zeit mit der Familie wünschen, für Projekte oder die eigene Weiterbildung. Unternehmen profitieren von der doppelten Power, verschiedenen Lösungsansätzen und davon, dass im Krankheitsfall immer eine/r verfügbar ist.


Fazit

Bei New Work geht es um mehr als Obstkorb und Tischkicker. New Work stellt die Bedürfnisse und Selbstständigkeit der Mitarbeiter in den Mittelpunkt und gibt ihnen die Freiheit das zu tun, was zu ihrem Leben passt. Zufriedene, flexibel und bedarfsorientiert arbeitende Mitarbeiter sind produktiver. Und beide Seiten profitieren.