So wählen Sie die richtige Anlagestrategie

Bei jeder Geldanlage besteht grundsätzlich ein Konflikt zweier Variablen: dem Verlustrisiko der Anlage und ihrem Wertzuwachs. Ihre persönliche Anlagestrategie bestimmt, wie Sie mit diesem Konflikt umgehen: Setzen Sie auf stabile Anlagemöglichkeiten und nehmen dafür einen geringeren Wertezuwachs in Kauf oder sind Sie bereit Werteschwankungen einzugehen, trotz möglichen Verlusten?

Bei Lendico entscheiden wir zwischen drei verschiedenen Anlagestrategien: Konservativ, Ausgewogen und Offensiv. Anlegern, die eher konservativ anlegen möchten, empfehlen wir, hauptsächlich in Kreditprojekte der Lendico-Klassen A und B zu investieren. Zu einer offensiveren Strategie passen die Lendico-Klassen D und E und Anleger, die möglichst ausgewogen anlegen möchten, sollten sich an das Mittelfeld (Klassen B bis D) halten.

Welche die optimale Anlagestrategie für Sie ist, hängt von zwei Faktoren ab: Ihrer Risikofähigkeit und Ihrer Risikobereitschaft.

Risikofähigkeit

Ihre Risikofähigkeit basiert auf harten Fakten: Je größer Ihre Ersparnisse, je länger Ihr Anlagehorizont und je geringer Ihre finanziellen Verpflichtungen, desto eher können Sie eventuelle Verluste verkraften und deswegen höhere Risiken eingehen.

Risikobereitschaft

Auch wenn Sie aufgrund Ihrer finanziellen Lage Risiken eingehen könnten, heißt das noch lange nicht, dass Sie es auch wollen. Wie risikobereit Sie sind, ist eine Persönlichkeitsfrage. Manche Menschen gehen generell im Leben lieber auf Nummer sicher und können mit Unsicherheiten nur schwer umgehen. Andere leben dagegen ganz nach dem Motto ‚No risk, no fun‘ und nehmen kleinere Niederlagen gern in Kauf.

 

Grundsätzlich sollte Ihre Anlagestrategie auf dem tieferen der beiden Faktoren basieren. Auch wenn Sie vom Charakter eher der Typ Draufgänger sind: Bei einer niedrigen Risikofähigkeit sollten Sie auf eine konservative Anlagestrategie setzen. Und genauso: Trotz hoher Risikofähigkeit, sollte eine niedrige Risikobereitschaft bei der Wahl der richtigen Anlage auschlaggebend sein.

 

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Risikobereitschaft oder Risikofähigkeit niedrig, mittel oder hoch ist? Kein Problem. Im Folgenden finden Sie je fünf kurze Fragen, die Ihnen helfen sollen, Ihre persönliche Risikofähigkeit und -bereitschaft besser einzuschätzen. Die Auswertung gibt es am Ende des Posts.

 

Wie risikofähig sind Sie?

1. Wie stark sind Sie auf Ihren (potentiellen) Anlagebetrag angewiesen?

1= sehr, ein Totalverlust wäre nur schwer zu verkraften
2= ein Totalverlust würde mich ziemlich einschränken
3= ein Totalverlust wäre ärgerlich, aber kein großes Drama

2. Wie hoch sind Ihre finanziellen Pflichten und Fixkosten?

1= hoch: das Eigenheim ist noch nicht abbezahlt, mehrere höhere Kredite laufen, die Familie braucht meine volle Unterstützung
2= mittel: die Kinder wollen gefüttert werden, aber sonst habe ich keine größeren, finanziellen Fixkosten
3= gering: ich bin ledig, bediene keine höheren Kredite und muss für niemanden außer mich selbst finanziell sorgen

3. Deckt Ihr derzeitiges Einkommen Ihre Ausgaben und finanziellen Verpflichtungen vollkommen und mit Luft nach oben ab?

1= nein, ich komme nur grade so über die Runden
2= ja, aber so viel bleibt am Ende des Monats nicht übrig
3= ja, mit meinem Einkommen komme ich gut aus und kann bequem was davon abknapsen

4. Wie viele Jahre Berufsleben haben Sie noch vor sich?

1= weniger als 10 Jahre
2= 10 bis 20 Jahre
3= 20+ Jahre

5. Verfügen Sie neben Ihrem (potentiellen) Anlagebetrag über Ersparnisse?

1= leider so gut wie keine
2= ja, aber nicht so viel, wie ich es gerne hätte
3= ja, ich bin finanziell gut abgesichert

 

Wie risikobereit sind Sie?

1. Gehen Sie in Ihrem alltäglichen Leben immer lieber auf Nummer sicher?

1= ja, sicher ist sicher
2= je nach Laune und Situation
3= nein, so eine/r bin ich nicht

2. Können Sie kleinere Niederlagen gut verkraften oder lassen sie Sie immer gleich das Schlimmste vermuten?

1= Kleinigkeiten lassen mich nachts oft schlecht schlafen
2= meistens komme ich gut damit zurecht, aber schlechte Tage gibt es immer
3= Ich habe generell ein robustes Gemüt und lasse mich nicht so schnell aus der Bahn werfen

3. Machen Sie sich oft Sorgen um Ihre finanzielle Zukunft?

1= natürlich, das tut doch jeder
2= ab und zu, aber nicht übermäßig
3= nein, da bin ich optimistisch

4. Ärgern Sie auch kleinere, unnötig bezahlte oder verlorene Geldbeträge?

1= ja, ich hasse es Geld zu verlieren
2= für ein paar Minuten vielleicht, danach vergesse ich sowas meistens
3= nein, da bleibe ich cool

5. Glauben Sie generell an den Spruch „No risk, no fun“?

1= nein, ‚fun‘ und ‚risk‘ sind für mich komplette Gegensätze
2= ich glaube an ein gesundes Maß zwischen beiden Faktoren
3= absolut

 

Auswertung

Zählen Sie nun Ihre Punktzahlen für beide Faktoren separat zusammen. Allein durch die Beantwortung der Fragen werden Sie wahrscheinlich schon eine genauere Vorstellung davon bekommen haben, wo auf der Skala zwischen niedrig und hoch sich Ihre persönliche Risikofähigkeit und -bereitschaft befindet. Falls nicht, können Sie sich an den folgenden Werten orientieren.

7 Punkte oder weniger: niedrig
8 – 11 Punkte: mittel
12 Punkte und mehr: hoch

Die Kombination aus beiden Faktoren ergibt Ihre optimale Anlagestrategie (siehe Grafik oben). Und denken Sie dran: Der tiefere der beiden Werte ist entscheidend!

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