So war die LendIt Konferenz in London

Vergangene Woche fand in London die erste LendIt Konferenz in Europa statt. Fast alle großen und kleineren Kreditmarktplätze kamen hier zusammen. Über 400 Experten aus der P2P-Kreditbranche diskutierten die neuesten Trends und Entwicklungen. Auch dabei waren die zwei Geschäftsführer von Lendico Dr. Dominik Steinkühler und Philipp Petrescu. Für das Lendico Blog beantwortet Dominik Steinkühler die wichtigsten Fragen zur LendIt.

WELCHE THEMEN HABEN DIE KONFERENZ GEPRÄGT?
Besonders viel Beachtung fanden die Diskussionen, um den Umgang mit dem schnellen Wachstum. Wie meistert man den Wandel vom Nischenanbieter zum international agierenden Bankenbezwinger? Die Branche ist insgesamt erwachsener geworden. Die Herausforderungen bleiben dabei unverändert. Es gilt das Vertrauen auszubauen, welches Kreditnehmer und Anleger in unsere Services setzen.
Lendico hat das Vertrauen von über 120.000 Nutzern gewonnen, weil wir viel Zeit, Geld und Ressourcen in das Scoring und die Qualitätssicherung der Anlageprojekte investieren. Manche Vorgänge kann man weniger gut steuern. Viel diskutiert waren daher auf der LendIt Regulierungsthemen. In manchen Ländern sehen sich Kreditmarktplätze der Gefahr einer gesetzlichen Überreglementierung des Marktes ausgesetzt –zum Nachteil der Kunden und zum Vorteil der Banken.

WAS SIND DIE TRENDS FÜR 2015?
Das P2P-Modell hat mit der Vergabe von Privatkrediten seine ersten Erfolge gefeiert. Heute haben diese Kredite den größten Marktanteil und sichern das schnelle Wachstum. Ein klarer Trend ist zum einem die Internationalisierung des Angebots: Viele Anleger fragen sich zu recht, warum sie nicht auch in Hochzinsländern anlegen können. Wir werden diese Option in 2015 ausbauen und neben Spanien auch weitere Länder für cross-border Investitionen freischalten. Mit internationalen Anlagen steigen nicht nur die Renditechancen, sondern auch die Diversifizierung des Portfolios erhält eine neue Qualität. In 2015 werden wir zum anderen steigende Kreditsummen sehen und damit auch einen verstärkten Fokus im Bereich der KMU-Finanzierung erleben. Schließlich leiden gerade Unternehmen unter den starren Strukturen der Bankenwelt.

DOMINIK, ZU WELCHEM THEMA HAST DU AUF DER LENDIT GESPROCHEN?
Ich habe an einer Diskussionsrunde zum Thema „Cross-Border-Lending“ teilgenommen. „Cross-Border-Lending“ ist die Möglichkeit international in Anlageprojekte zu investieren. Warum sollte man sich als Anleger auf Kreditprojekte aus seinem Heimatmarkt beschränken. Unsere Anleger können mit Lendico von höheren Zinsen im Ausland profitieren und haben die Möglichkeit höhere Renditen zu erzielen. Diese Art der Investition war bis jetzt Banken vorbehalten. Lendico ist der erste deutsche Kreditmarktplatz, der seinen Kunden diese Möglichkeit nun bietet. Wir stellen dabei sicher, dass die Qualitätsansprüche in allen Ländern vergleichbar bleiben. Ein „A“-Projekt darf nicht vollkommen andere Risiken aufweisen, nur weil es in Deutschland oder Spanien bewertet wurde.

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