Studie: Banken werden Marktanteile an FinTechs verlieren

FinTechs werden immer aktiver im Bankgeschäft.

 

Laut einer aktuellen Studie von McKinsey (The Fight for the Customer, 2015) werden Banken einen immer größeren Anteil ihrer Kunden an Start-ups verlieren. Die sogenannten FinTechs sind die Vorreiter der digitalen Revolution in der Finanzbranche.

Die Digitalisierung verändert die Finanzbranche

Bisher sind die Marktanteile der FinTechs noch relativ gering, doch werden sich diese in der Zukunft deutlich steigern. Die Digitalisierung geht schnell voran, und Banken müssen sich schnell anpassen, wenn sie weiterhin ihre Kunden behalten möchten.

Noch spielen Banken weltweit die führende Rolle in der Finanzbranche, aber die hohen Profite locken immer mehr neue Unternehmen und Investoren auf den Markt. McKinsey schätzt, dass Banken in den nächsten zehn Jahren bis zu 40 Prozent ihres Umsatzes und bis zu 60 Prozent ihrer Gewinne an die Neueinsteiger verlieren könnten. Dabei ist das Verbraucherkreditgeschäft am meisten gefährdet.

Die größten Probleme der Banken werden aber nicht durch FinTechs, sondern durch steigende Kosten und sinkende Erträge verursacht.

FinTechs hingegen sind stark fokussierte Unternehmen mit schlanken Prozessen, die ständig an Innovationen arbeiten, um Kunden attraktivere und günstigere Alternativen zu Banken zu bieten. Die Studie hebt hervor, dass insbesondere die Kreditvergabe über P2P-Plattformen eine bedeutende Auswirkung auf den Verbraucherkreditmarkt haben wird.

Harte Zeiten für die Banken

In den kommenden Jahren müssen Banken eine strategische Entscheidung treffen, ob sie den Kampf mit den FinTechs aufnehmen möchten, eine Kooperation eingehen, sich lieber zurückziehen, oder sich auf Kerngeschäftsfelder konzentrieren.

Die Studie sagt voraus, dass die Margen bis 2020 weiter sinken werden. Die anhaltend niedrigen Zinsen sowie die zunehmende Standardisierung wichtiger Bankprodukte, insbesondere bei Krediten, reduzieren die Profite der Banken. McKinsey glaubt, dass die Veränderungen in den nächsten zehn Jahren eine weitaus größere Auswirkung auf die Wirtschaft der Banken haben werden als die globale Finanzkrise. Diese Veränderungen werden hauptsächlich durch die digitale Revolution sowie deren zunehmende Reglementierung angetrieben.

Die Kunden sind bereit zu wechseln

McKinsey berichtet zusätzlich, dass europäische kleine und mittelständische Unternehmen 4.5-mal häufiger eine Bank mit einer guten digitalen Plattform wählen würden als eine Bank vorzuziehen nur, weil sie Filialen in ihrer Nähe hat. Auch ein Großteil der Bankmanager gibt zu, dass digitale Angreifer bald eine bedeutende Gefahr für ihr Geschäft sein werden.

Die Studie identifiziert vier Hauptgründe, weswegen Kunden bereit sind, auf eine digitale Plattform zu wechseln.

  1. Die Beziehung zwischen dem Kunden und der Bank ist normalerweise nicht sehr stark, und Kunden haben meist keine persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern der Bank.
  2. Neue Technologie bietet ganz neue Optionen, wann, wo und wie Finanzgeschäfte abgewickelt werden.
  3. Die Finanzkrise hat dem Ruf der Banken geschadet.
  4. Die sogenannten „Millenials“ sind mit der Technologie aufgewachsen, und werden die nächste große Welle der Bankkunden sein. Sie sind aber nur wenig mit dem klassischen Bankenmodell in Berührung gekommen und empfinden daher nur geringe Wechselhemmnis. Auch kennen sich die älteren Kunden immer besser mit digitalen Geräten aus.

FinTechs übernehmen den Markt

Die Anzahl und Größe der FinTechs nimmt radikal zu. Zwischen 2013 und 2014 stiegen die Investitionen in diesem Bereich von 4 auf 12.2 Milliarden US-Dollar. FinTechs sind inzwischen in allen Segmenten und Bankgeschäften aktiv (siehe Abbildung).

Auch in Zukunft wird sich das Bankgeschäft immer weiter digitalisieren, und Online-Kreditmarktplätze werden an Bedeutung gewinnen. Lendico ist in dieser Revolution gleich vorne mit dabei, und bietet als innovative Plattform günstige P2P-Kredite als Alternative zu traditionellen Bankdarlehen für Privatkunden und Unternehmen.

 

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