Die Millenials sind die Investoren der Zukunft

Millenials sind die Investoren der Zukunft

Einkommensentwicklung der Generationen am Beispiel USA

 

Laut Javelin Research & Strategy wird die Kaufkraft der Millenials bis 2020 die der Generation X und Baby Boomer überschritten haben. Die Baby Boomer nähern sich langsam aber sicher dem Rentenalter, und die Bedeutung der Millenials wächst in der Volkswirtschaft. Ihre Erwartungen und Ansprüche, kombiniert mit der laufenden digitalen (R)evolution, erfordern eine fundamentale Veränderung bei Anbietern von Finanzdienstleistungen.

 

Finanzielle Institutionen und Unternehmen stehen hier vor einer Herausforderung: wie können sie am besten auf die Bedürfnisse der neuen Generation eingehen?

 

Die Millenials, auch Generation Y genannt, sind die Generation, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurde. Viele Millenials sind sehr gut ausgebildete Menschen und bewegen sich im Internet wie ein Fisch im Wasser. Sie sind die erste Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, und nutzen dies als Selbstverständlichkeit in unterschiedlichsten Bereichen ihres Lebens. Sie haben die Geburt und das Wachstum von Twitter, YouTube und Facebook miterlebt, und können sich ein Leben ohne soziale Medien nicht mehr vorstellen.

Wegen der Finanzkrise trafen viele Millenials nach dem Studium auf einen angespannten Arbeitsmarkt. Dies hat sich inzwischen gewandelt und ihre Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum wächst und wächst. Durch steigende Einkommen interessieren sie sich auch zunehmend für Geldanlagethemen und werden in dem Bereich zu einer immer wichtigeren Kundengruppe. Bald werden die größten Investoren genau aus dieser Generation stammen, und wer dieser Zielgruppe hier nicht optimale Lösungen bieten kann, wird den Anschluss verpassen.

Denn: die Millenials werden als sehr anspruchsvoll bezeichnet und erwarten, dass sie alles umgehend bekommen können. Wenn etwas nicht schnell genug geht oder der Kundeneindruck nicht ausgezeichnet ist, wechseln die Millenials ohne weitere Bedenken zum nächsten Anbieter. Sie haben die Macht frei zu entscheiden, wo sie ihr Geld investieren möchten und nutzen alle Optionen konsequent aus. Um diese Kunden zu gewinnen, muss man sich also den Erwartungen der neuen Generation anpassen und entsprechend agieren.

Das Problem aber der traditionellen Finanzinstitute sind ihre starren Strukturen, die sie davon abhalten, mit der schnell wachsenden Konkurrenz neuer Anbieter von Finanzdienstleistungen, den sogenannten Fintechs, mitzuhalten. Während Banken noch mit sich selbst, der jahrelangen Bequemlichkeit, die als einzige Innovation seit dem Geldautomaten das Onlinebanking hervorgebracht hat, und der Überforderung ihrer Systeme und Prozesse durch zunehmende Regulierung zu kämpfen haben, sind Fintechs schon eifrig dabei, die Millenials mit ihren neuen Finanzdienstleistungen zu überzeugen.

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