KfW: Der Mittelstand investiert wieder

 

Wie das KfW-Mittelstandspanel 2015 zeigt, blickt der deutsche Mittelstand wieder optimistischer in die Zukunft. Das Investitionstief wurde im Jahr 2014 endlich verlassen, und es ist zu erwarten, dass der Expansionspfad auch weiterhin beibehalten wird.

Die zurzeit günstigen Finanzierungsbedingungen wirken positiv auf die Investitionsbereitschaft des Mittelstandes. Dank der niedrigen Zinsen werden deutlich mehr Kredite aufgenommen, vor allem von kleineren Unternehmen. Laut der KfW ist insgesamt sowohl die Anzahl der Kreditanfragen als auch das Volumen der Kredite gestiegen.

Der von den mittelständischen Unternehmen vermeldete ursprüngliche Kreditbedarf hat sich jetzt schon zum dritten Jahr im Folge erhöht. Dabei sind vor allem die kleinen Unternehmen sowie die Dienstleistungsunternehmen zuständig für das Nachfrageplus. Es ist deutlich, dass die günstigen Finanzierungsbedingungen die Kreditnachfrage der kleinen Unternehmen positiv beeinflussen.

 

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Für dieses Jahr erwartet die KfW ein Wirtschaftswachstum von +1,8 % in Deutschland. Der Arbeitsmarkt ist stark, und auch Europa scheint es wieder besser zu gehen. Aber um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit weiter beizubehalten, sind Investitionen notwendig.

Der Studie zufolge haben mittelständische Unternehmen Zuversicht in eine tragfähige konjunkturelle Erholung. Die gesamten Investitionsausgaben in Anlagen und Bauten stiegen im Jahr 2014 um 12 Mrd. € beziehungsweise 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreicht dieser Wert den höchsten Stand seit dem Jahr 2008. Der Anteil des Mittelstandes an den gesamtwirtschaftlichen Bruttoanlageinvestitionen liegt bei 27 %, ein Anstieg von einem Prozentpunkt gegenüber 2013.

Bei der Betrachtung der Investitionsarten wird deutlich, dass vor allem kleine Unternehmen schon seit einigen Jahren in die Erweiterung ihrer Kapazitäten investieren. “Zunehmende Kapazitätserweiterungen sind ein positives Signal. Sie sind ein Zeichen erreichter Auslastung bestehender Kapazitäten aufgrund steigender Nachfrage.” Zudem belegt die Studie, dass sich Erweiterungsinvestitionen positiv auf die Gesamtinvestitionen auswirken. Unternehmen, die im Jahr 2014 sowohl in Ersatzanschaffung als auch Erweiterung investierten, hatten ein fast dreifaches Investitionsvolumen gegenüber Unternehmen mit reinen Ersatzinvestitionen.

 

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Der Anteil der Mittelständler mit Investitionen ist im Jahr 2014 noch einmal zurückgegangen. Während in den Jahren 2007-2008 noch deutlich über die Hälfte der Mittelständler investiert hat, liegt der Investorenanteil 2009-2014 durchschnittlich bei 43 % (2014: 41,7%).

 

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Unsicherheit bleibt weiterhin eine große Investitionsbremse. Unternehmen mit negativen Geschäftserwartungen für die Zukunft sind laut der Studie wesentlich zurückhaltender mit ihren Investitionen.

 

Quelle:

KfW-Mittelstandspanel

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