Sicherheiten bei Firmenfinanzierungen

Sicherheiten in der Bankfinanzierung

Was sind Sicherheiten?

Wer als Unternehmer einen Kredit bei der Bank aufnehmen möchte, muss sich darauf einstellen neben einer guten Bonität, den nötigen Dokumenten auch Sicherheiten mitzubringen. Diese Sicherheiten dienen der Bank den Schaden bei einem Kreditausfall zu minimieren. Ob und in welchem Umfang Sicherheiten gefordert werden, hängt vom Ergebnis der Kreditwürdigkeitsprüfung und vom Kreditinstitut ab. Es gilt jedoch bei allen Kreditgebern der Grundsatz: je höher das Ausfallrisiko ist, desto mehr Sicherheiten werden vom Unternehmen gefordert. Seit dem Inkrafttreten von Basel III ab dem Jahr 2013 haben sich die Anforderungen sogar nochmals erhöht.

Unterschiedliche Werte können als Kreditsicherung herangezogen werden

Dingliche Sicherheiten

  1. Belastung von Grundstücken und Immobilien durch Eintragung von Hypotheken oder Grundschulden in das Grundbuch
  2. Sicherheitsübereignung oder Sicherungszessionen von Mobilien insbesondere des Warenlagers
  3. Beleihung von sonstigen Vermögensgegenständen z.B. Lombardierung von Wertpapieren

Personenbezogene Sicherheiten

  1. Persönliche Sicherheiten in Form von Bürgschaften
  2. Bürgschaftsähnliche Kreditsicherheiten wie Garantien

Vor allem dingliche Sicherheiten werden von Banken bevorzugt. Immobilien aber auch Bankguthaben und börsennotierte Wertpapiere gelten als besonders vorteilhaft für Banken, um Kredite abzusichern.

Wie werden Sicherheiten bewertet?

Das Kreditinstitut wird im ersten Schritt beurteilen, wie werthaltig die gestellten Sicherheiten sind, falls diese bei Totalverlust veräußert werden müssen. Genau bei dieser Beurteilung kommt es jedoch häufig zu starken Abweichungen zwischen der Einschätzung des Unternehmers und der Bank. Der Unternehmer bewertet seine Sicherheiten meist mit dem Verkehrswert. Auf Bankenseite wird der Einfluss abgeschätzt, den Konjunktur oder Marktpreisschwankungen auf den Wert der Sicherheit hat. Schließlich muss der ermittelte Wert auch bei einer schwierigen Wirtschaftslage zu realisieren sein. Daher liegt der Beleihungswert häufig auch unter dem Verkehrswert und somit unter dem Wert, den der Unternehmer annimmt.

Auch wie schnell eine Sicherheit verwertet werden kann fließt in die Bewertung einer Sicherheit mit ein. Das sogenannte Verwertungsrisiko wird dann zusätzlich als ein Abschlag vom Beleihungswert gerechnet. Daraus entsteht eine Beleihungsgrenze, die den Höchstwert darstellt zu dem die Bank eine Sicherheit akzeptiert. Bei Sicherheiten wie Wertpapieren, die Kursschwankungen unterliegen und an Wert verlieren können, kann die Bank im Falle eines Wertverlustes Sicherheiten nachfordern und die Lücke zu decken.

Dingliche Sicherheiten als Problem

Verfügt ein Unternehmen über genügend Sicherheiten und erfüllt sonst alle weiteren Kriterien, steht dem Bankkredit nichts im Wege. Wer jedoch bereits umfangreich Sicherheiten in laufenden Krediten gebunden hat, kann im Anschluss Probleme mit weiteren Finanzierungen bekommen. Er kann nun keine weiteren dinglichen Sicherheiten mehr zur Verfügung stellen, was eine erneute Aufnahme von Fremdkapital unterbinden kann. Darüber hinaus kann das Unternehmen nicht ohne weiteres frei über die besicherten Gegenstände verfügen. Sondern es muss zum Beispiel vor einer Veräußerung einer besicherten Immobilie mit der Bank sprechen.

Alternative: Personenbezogene Sicherheiten

Als Alternative zum üblichen Bankkredit sind Finanzierungspartner wie Lendico interessant, auch weil sie nur personenbezogene Sicherheiten in Form einer selbstschuldnerischen Bürgschaft des Geschäftsführers verwenden. Und das unabhängig von der Kreditsumme.

Für den Unternehmer hat dies den Vorteil, dass Unternehmenswerte nicht besichert werden. Das Unternehmen hält dadurch nicht nur Sicherheiten frei, sondern diversifiziert auch seine Finanzierungsstruktur, was gleichzeitig eine größere Unabhängigkeit von der Hausbank schafft.

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