Unsere Kreditnehmer: Erfahrungsbericht der Firma Veda

Peter Dadić-Betevic an seinem Schreibtisch.

Peter Dadić-Betevic ist noch immer empört – man sieht es ihm an. Und man hört es ihm an: „Ich mache 600.000 Euro Umsatz und die geben mir keinen Dispo?“ Einmal in Fahrt sprudelt es aus ihm heraus – seine Hausbank hat „mal wieder umstrukturiert“, die Entscheidungswege, sagt der Unternehmer, waren katastrophal langsam, es gab keinen Ansprechpartner und am Ende keine Finanzierung. „Da war ich ehrlich enttäuscht“ sagt er – und man glaubt es ihm. Dabei ist er nicht einmal neu im Geschäft – er führt mit Veda ein etabliertes Unternehmen im Bereich Gebäude- und Büroreinigung mit 37 Angestellten und rund 140 Kunden in München und im Raum Oberbayern. 2002 ließ Dadić-Betevic den Versicherungsvertrieb hinter sich, um  „den Leuten nicht mehr irgendwas verkaufen zu müssen, was die eigentlich nicht brauchen“. Im Laufe der Zeit kamen Fenster-, Fassaden-, Teppich- und Sonderreinigung von Parkett, PVC, Stein- oder Marmorböden sowie der Bereich Baureinigung dazu. Seit 2006 firmiert das Unternehmen als GmbH und hat Wachstumspläne, will seine Palette an Dienstleistungen ausweiten. Wie es überhaupt dazu kam? In seinen Jahren im Versicherungsvertrieb hatte Dadić-Betevic einige Kunden aus dieser Branche, nahm selbst einige kleinere Aufträge an – und dann wurde der Umfang immer größer.

Als die Frage aufkam, wie er einen Mehrwert schaffen kann für Kunden und Mitarbeiter, entschied er, nur ökologische Reinigungsprodukte zu verwenden – im Sinne des Umweltschutzes, um die Mitarbeiter zu schützen und um den Kunden etwas Gutes anzubieten. „Das war die Idee – wir gehen einen anderen Weg, mit einem anderen Verfahren, aber mit dem gleichen, wenn nicht sogar besseren Reinigungsergebnis“, sagt Unternehmer.

Außerdem ist für ihn ein respektvoller Umgang mit seinen Angestellten entscheidend für seinen Erfolg. Das oberste Gebot in dieser Branche ist das Thema Vertrauen, sagt er, denn der Kunde gibt ihm die Schlüssel zu seinem Büro. Gerade wer Vertrauensverhältnis zum Kunden pflegt, darf nicht jeden Tag mit anderen Mitarbeitern ankommen, ist der Reinigungsunternehmer überzeugt – denn in seiner Branche ist das bei anderen Unternehmen oft ein Problem. Außerdem ist es wichtig, dass bei Hygiene und Sauberkeit die Standards eingehalten werden. Das geht aber nur gut, wenn die Mitarbeiter sich respektiert fühlen. „Besonders ehrt es mich, wenn Mitarbeiter seit zehn Jahren dabei sind“, freut sich Dadić-Betevic. Denn das sichert die Qualität seiner Dienstleistung. Die großen Unternehmen, berichtet der Geschäftsführer, nehmen viele Verträge an, lassen die Arbeit dann aber von Subunternehmen ausführen. Veda macht das nicht. Dafür braucht es langfristige und gute Beziehungen zu den Angestellten. „Es gibt natürlich andere Anbieter, die billiger sind, aber Vertrauen ist meinen Kunden wichtiger als der Preis.“

Zurück zum Kredit – den braucht der ehemalige Versicherungsmakler für verschiedene Zwecke: Neue größere Kunden kamen, das musste finanziert werden. Zudem expandiert Veda kräftig weiter, das Kundenpotenzial in Oberbayern ist nach Einschätzung des Reinigungsunternehmers bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Um neue Kunden zu akquirieren, hat Dadić-Betevic seinen Außenauftritt und sein Logo erneuert, neue Werbematerialien erstellt, seinen Vertrieb neu organisiert und ein Call-Center mit einbezogen. „Und wir brauchen bald auch neue Räumlichkeiten, wir ziehen demnächst noch einmal um“, sagt Dadić-Betevic. Nicht zuletzt ist ihm die pünktliche Bezahlung der Mitarbeiter wichtig: „Ich habe eine Firma, und muss Gehälter zahlen, und der Kunde zahlt ja auch nicht immer direkt am Ersten des Monats.“ Factoring als Lösung für mehr Liquidität lehnt er ab, denn „die machen ja die Bonität meiner Kunden kaputt“.

Umtriebigkeit bringt neuen Umsatz, kostet erst einmal aber auch Geld. Das Geschäft läuft offenbar gut. Und es ist stabil, weil die Kundenbasis breit ist. „Wenn man einen Kunden hat und ihn behält, dann hat man jeden Monat einen gewissen Betrag, auf den man sich verlassen kann.“ So sieht es der ehemalige Versicherungsmakler. Seine Hausbank sieht es anders. Also hat er sich die Finanzierung bei Lendico geholt – 50.000 Euro. Der Unternehmer hatte zuvor bereits gute Erfahrungen mit einer anderen Internetplattform für Peer-to-Peer-Kredite gemacht: „Mit diesen neuen Banken wird alles einfacher. Ich brauche endlich keine schwierigen Gespräche mehr, und alles ist unkompliziert. Bei Lendico lief das alles noch unkomplizierter und sehr schnell, trotz der höheren Summe – es hat mich echt fasziniert, wie einfach der Ablauf war.

Eigentlich will Dadić-Betevic nichts anderes von seiner Bank, als er selbst seinen Kunden und Mitarbeitern gibt: ein respektvolles Verhältnis auf Augenhöhe. „Ich will eine Bank die mit mir zusammen arbeitet“, sagt er. Und wenn er das von seiner Hausbank nicht bekommt, „warum soll ich mich dann von nur einer Bank abhängig machen?“

 

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