Wie Händler sich langfristig aufs Weihnachtsgeschäft vorbereiten

Erfahren Sie, wie Sie sich langfristig auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten können.

Die Weihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit im Verkaufsjahr. Bei den meisten Händlern und Produzenten macht sich das Weihnachtsgeschäft deutlich im Umsatz bemerkbar. Umso wichtiger ist es, den Zeitraum so gut wie möglich zu nutzen. Und es gibt so einige Möglichkeiten, das Weihnachtsgeschäft zu optimieren!

In der Weihnachtszeit verzeichnet ein Großteil der Händler einen größeren Kundenandrang. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch gegen verstärkte Konkurrenz durchsetzen. Um sich darauf vorzubereiten, sollte die Planung bereits im Sommer beginnen, denn die Vorbereitungen brauchen Zeit.

Vor allem der Online-Handel hat einen zentralen Platz im Weihnachtsgeschäft eingenommen. In einer Erhebung des Händlerbundes rechneten 38 Prozent der Händler damit, dass sie die meisten Einnahmen über ihren Online-Shop machen werden, 56 Prozent über Plattformen wie Ebay oder Amazon. Lediglich 4 Prozent erwarten den meisten Umsatz über ihr stationäres Ladengeschäft. Damit der Online-Verkauf glatt geht, muss einiges beachtet werden. Diese Bereiche sollten Sie bei der längerfristigen Vorbereitung abdecken:

1. Planung und Kommunikation:

Zu Beginn sollten Sie allen Beteiligten und Bereichen Ihres Unternehmens eine Übersicht über die Planung verschaffen. Erstellen Sie einen Planungskalender der alle Vorhaben einbezieht. Das sollte so früh wie möglich passieren, empfehlenswert wäre spätestens August. Nur wenn alle Bereiche, wie Produktion, Verkauf und Marketing, sich gegenseitig über die Entwicklung der Vorbereitungen auf dem Laufenden halten, können Sie sicher gehen, nichts zu übersehen.  

2. Produktion und Warenbestellungen:

Nutzen Sie vor neuen Bestellungen die Chance, die Daten des letzten Weihnachtsgeschäfts auszuwerten. So können Sie die Produktion so gut wie möglich anpassen, an Produkte, die aus Erfahrung gefragt sein werden. Beim Aushandeln der Konditionen und Lieferfähigkeit mit Herstellern und Zulieferern haben Sie nun die Chance, Vorteile zu erzielen. Denn wer rechtzeitig bestellt, kann von Rabatten profitieren. Bei höheren Stückzahlen gibt es außerdem Preisnachlässe.Stellen Sie sicher, dass ausreichend Bestand vorrätig ist, um Engpässe zu vermeiden.

3. Logistikpartner:

Bei den meisten Händlern läuft der größte Teil der Verkäufe über den Online-Shop ab. Der Bestellprozess und die Lieferung sollten daher so gut wie möglich optimiert sein. Im Bereich Aufträge und Retouren ist gutes Management besonders wichtig, da hier direkter Kontakt zum Kunden stattfindet und Sie dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Um Qualität bei der Lieferung zu bieten, gilt es die richtigen Logistikpartner zu finden. Dazu sollten Sie Leistungsnachweise verlangen, Online-Bewertungen in Betracht ziehen und möglichweise Testbestellungen durchführen. Die Partnerschaften mit Lieferdiensten sollten Sie rechtzeitig vereinbaren. Möglichst vor Oktober sollten Sie die passenden Partner gefunden haben, da dann die Anfrage steigt und die Verfügbarkeit sinkt. So können Sie vor allem bei größeren Stückzahlen bessere Konditionen aushandeln.

Vertrauen Sie bei Partnern möglichst nicht nur auf einen einzigen Service, sondern stellen Sie sich mit mehreren Logistikpartnern breit auf. So haben Sie die Möglichkeit bei Lieferproblemen auf einen anderen Service auszuweichen. Fragen Sie sich, ob Sie die Logistik bei erhöhten Bestellungen selbst abwickeln können. Auch externe Anbieter bieten Lösungen zur Abwicklung der Logistik mit mehr Versand- und Lagerkapazitäten an. Es gibt dezentralisierte Liefermanagement-Modelle, die zur Absicherung bei unvorhersehbaren Problemen, wie Lieferverzögerungen durch schlechtes Wetter, beitragen.

4. Lieferoptionen:

Dabei können Sie auch die Kundenerfahrung verbessern, indem Sie weitere Liefermöglichkeiten anbieten: beispielsweise mit Lösungen wie Click & Collect, bei denen Kunden online bestellen und ihre Bestellung dann im Laden abholen. Damit geben Sie Kunden eine weitere Option für Last Minute Einkäufe kurz vor Weihnachten. Auch Express-Lieferung, Same-Day-Delivery oder ein Wunschdatum für die Lieferung sind Optionen, mit denen Sie Ihren Kunden mehr Spielraum für die Bestellung geben. Erlassen Sie eventuell auch die Liefergebühren ab einem bestimmten Bestellwert, um die Hemmschwelle zur Bestellung herabzusetzen und einen höheren Bestellwert fördern.

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Versprechen bei Lieferzeitpunkten auch wirklich einhalten können. Treffen Lieferungen nicht rechtzeitig vor Weihnachten ein, sorgt das für eine schlechte Kundenerfahrung und mehr Retouren.

Gute Vorbereitung sorgt für ein reibungsloses Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft  kann mit seinem verstärkten Kundenansturm eine große Herausforderung für große und kleine Händler darstellen. Gerade unvorhergesehene Probleme wie Lieferengpässe oder Versandprobleme können Sie aber mit gründlicher Planung weitgehend vermeiden. Wichtig ist im Vorlauf der Weihnachtssaison vor allem: Schieben Sie nichts auf und beginnen Sie früh genug mit den Vorbereitungen.

Die langfristige Planung Ihres Weihnachtsgeschäfts haben Sie erledigt?

Lesen Sie Teil 2: Was Sie vor Beginn der „heißen Phase“ beachten sollten 

Lesen Sie Teil 3: Last Minute-Tipps wenn die Weihnachtszeit schon begonnen hat 

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