Gibt es bald wieder den Weltspartag?

In dem Dorf in dem ich aufwuchs, machte die Sparkasse ein kleines Fest zum Weltspartag. Es gab einen Bierstand, Fischbrötchen und eine Hüpfburg. Heute ist die Luft raus. Aus der Hüpfburg wie aus dem Weltspartag. Heute macht sich die Erkenntnis breit: Sparen lohnt sich nicht.

1924 wurde der Weltspartag in Mailand von Vertretern aus 29 Ländern beschlossen, um weltweit ein größeres Bewusstsein fürs Sparen hervorzurufen. Die Botschaft war simple: Sparen lohnt sich und angelegtes Geld arbeitet auf der Bank von ganz alleine.

Doch die Zeiten haben sich geändert und die Wahrheit sieht heutzutage ganz anders aus: Zinsen gehen gegen Null und sogar darunter. Als erste deutsche Bank forderte die Skatbank einen Strafzins von 0,25% auf Tagesgeld- und Girokonten – dort muss der Sparer ab sofort fürs Geldanlegen zahlen. Sie blieb nicht die einzige Bank. Auch die Commerzbank zog nach.

Wenig verwunderlich ist eine andere Zahl: Bereits 34 Prozent aller Deutschen schließen es aus Geld auf ein Sparbuch, ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto anzulegen. Es lohne sich nicht. Das Sparen ist aus der Mode gekommen.

Dabei ist Deutschland vielen bekannt als das Heimatland der Vermögensbildung. Was ist da nun passiert? Die Entwicklungen in der Bankenwelt der letzten Jahre machen es den Deutschen heute schwer Geld profitabel anzulegen.

In welche Geldanlagen die Deutschen investieren

Dabei würden die Deutschen eigentlich sehr gern wieder ihr Geld mehren. Jüngste Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Marktforschung TNS Infratest im Auftrag eines Vermögensverwalters zeigen, wie die Deutschen 100.000 Euro anlegen würden und welche Geldanlagen für sie am ehesten in Frage kommen (Es wurden 1019 Menschen im Alter von über 16 Jahren, die sich nach eigener Angabe gut mit Geldanlagen auskennen, befragt):

Auf Platz 1 mit 37% liegen Immobilien. Nicht ganz so erfolgreich sieht es mit Aktien aus: Nur 14% von 100.000 Euro würden die Befragten in Wertpapiere anlegen. 48% der Deutschen ist das Risiko bei Aktien zu hoch und sie schließen diese als Geldanlage aus. Noch weniger vertrauen Deutsche in Fonds: Lediglich 10% der 100.000 Euro würden sie dort anlegen. Aber auch die Investition in Staatsanleihen schneidet in der Studie nicht gut ab: Nur 9% von 100.000 Euro würden die Befragten in Staatsanleihen investieren.

Eine weitere Alternative, die nicht abgefragt wurde ist die Anlage in Kreditprojekte. Bei dieser kann man bereits mit wenig Geld anfangen zu investieren (schon ab 25€). Mit 1.000 Euro können 40 verschiedene Anlageprojekte ausgewählt werden. So bauen Anleger ein diversifiziertes Portfolio auf und können dabei bei weitem höhere Renditenchancen erzielen.

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