Wie Plattformen den Markt verändern

Mithilfe von Plattformen finden Verbraucher und Anbieter einfacher zueinander.

Plattformen gelten in der digitalen Wirtschaft als besonders zukunftsweisend. Das Geschäftsmodell verändert die bestehenden Märkte und den altbekannten Wettbewerb. Wie funktioniert das Plattform-Modell und was macht es so erfolgreich?

Das Plattform-Modell

Die Revolution der Plattformen vollzieht sich in allen Bereichen: Handel, Finanzen, Immobilien – überall liegen Plattformen ganz vorn. Eine Wirtschaft ohne Plattformen bedeutet für Kunden meist höheren Aufwand. Der Prozess führt von der Suche nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung über den Vergleich bis hin zur Zahlung. Die gesamte Transaktion ist untergliedert in viele einzelne Schritte, die der Kunde ausführen muss, um das für ihn beste Produkt zu finden.

Plattformen hingegen vereinfachen diese Transaktion enorm. Sie sind Vermittler zwischen Nachfrager und Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung. Sie ermöglichen eine schnelle Suche unter den vorhandenen Angeboten, die Preise sind transparenter und die Zahlung wird einfacher.

Der größte Vorteil, den Plattformen am Markt besitzen: Sie haben keine Produktionskosten und füllen die Lücke der Vermittlung. Das ist das Geheimnis ihres Erfolgs, denn dadurch wachsen sie besonders schnell. Plattformen koordinieren den Prozess, den Marktteilnehmer früher allein organisieren mussten. Davon profitiert sowohl der Verbraucher als auch der Produzent oder Anbieter, dessen Produkt vermittelt wurde. Für die Plattform fällt dabei eine Vermittlungsgebühr ab.

So vereinfachen Plattformen den Markt

Einige bekannte Beispiele sind Amazon, der Apple App Store, AirBnB und Uber: Sie alle vereinfachen den Prozess in dem Anbieter und Kunde zusammenkommen. Im Fall von AirBnB werden private Unterkünfte weltweit vermittelt. Vor allem in einem fragmentierten, unübersichtlichen Markt wie diesem ist es für Verbraucher beinahe unmöglich, sich leicht einen Überblick über die besten Angebote zu verschaffen. Diese Arbeit übernimmt nun die Plattform. Je komplizierter und unübersichtlicher der Markt (und damit je schwieriger die Suche zwischen Anbieter und Verbraucher), desto mehr senkt die Plattform den Kosten- und Zeitaufwand. Das macht es möglich, das Marktvolumen zu steigern.

Gleichzeitig wirken dabei indirekte Netzwerkeffekte, die Plattformen so gut wie möglich zu nutzen versuchen. Mehr Nachfrage führt zu mehr Anbietern. Mehr Anbieter bedeuten für Nutzer ein besseres Angebot und damit einen weiteren Zustrom von Nutzern. Im besten Fall profitieren alle Seiten von diesem Prinzip: die Anbieter erhalten einen Zulauf an Kunden und die Kunden ein passendes Angebot.

Beispiel: Crowdlending-Plattform als Marktplatz für Kredite

Genau wie der Apple App Store Käufer mit Produzenten zusammenbringt, so bringen Crowdfunding-Marktplätze wie Lendico Kreditnehmer und Anleger zusammen. Das Prinzip ist ganz ähnlich: Kreditnehmer sind auf der Suche nach Kapital für ihr Kreditprojekt und Anleger bieten den Kreditnehmern ihrer Wahl ihr Kapital zur Finanzierung an. Nur mithilfe der Plattform finden beide Seiten so einfach und transparent zueinander.

Natürlich können Plattformen auch Probleme im Markt verursachen, beispielsweise wenn sie in einen bereits gesättigten Markt drängen. Doch in Bereichen wie der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen gibt es Lücken im Markt, die nur mithilfe einer Plattform geschlossen werden können. Kredite für kleine Mittelständler sind für Banken kein lukrativer Markt, doch ohne Plattformen wie Lendico hätten private Anleger keinen Zugang zu dieser Gruppe der Anlageprojekte. So bereichern Crowdlending-Plattformen den Markt auf beiden Seiten: Sie bieten sowohl für Kreditnehmer als auch Anleger eine Gelegenheit, von neuen Möglichkeiten zu profitieren.

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