Wie Unternehmen ihre Chancen auf einen Firmenkredit erhöhen

woman working remote

Wenn Unternehmen in Betriebsmittel oder Digitalisierung investieren wollen oder eine Expansion des Geschäfts planen, greifen Sie gerne auf zusätzliche Mittel von externen Geldgebern zurück. Im Finanzierungsmix sind Firmenkredite ein wichtiges Instrument. Vor allem Online-Anbieter gewinnen zunehmend an Beliebtheit und punkten mit einem digitalen Antragsprozess und Schnelligkeit.


Bei der Finanzierungsanfrage müssen Unternehmen verschiedene Unterlagen vorlegen. Durch diese verschafft sich der potenzielle Kreditgeber einen Überblick über die Kreditwürdigkeit des Unternehmens, um die Ausfallwahrscheinlichkeit – und damit die notwendigen Zinsen – zu ermitteln. Durch Planung und Vorbereitung können Unternehmen Stolpersteine, die zur Kreditablehnung führen, vorab aus dem Weg räumen.


Hier sind drei Tipps, die Unternehmen dabei helfen, ihre Erfolgsaussichten auf einen Firmenkredit zu steigern.


1) UNTERLAGEN VORBEREITEN

Jeder Kreditvermittler benötigt etwas andere Unterlagen. Bestimmte Informationen sollten Unternehmen aber immer zur Hand haben. Dazu gehören die Jahresabschlüsse der vergangenen zwei Geschäftsjahre und die aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung. Bei Lendico zusätzlich Kontoauszüge der letzten drei Monate.

Tipp: Haben Sie alle Unterlagen griffbereit, wenn Sie eine Kreditanfrage ausfüllen. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Unterlagen aktuell sind, und dass nichts fehlt. Bei Lendico empfehlen wir, Ihre Unterlagen im PDF-Format einzureichen. Häufig bietet Ihre Bank die Möglichkeit, Kontoauszüge direkt aus dem Online-Banking als PDF herunterzuladen.


2) DATEN BEI AUSKUNFTEIEN AKTUALISIEREN

Für die Bonitätsprüfung arbeiten Kreditgeber mit sogenannten Auskunfteien zusammen. Sobald ein Unternehmen die erforderlichen Unterlagen eingereicht hat, gleicht der Kreditgeber die Angaben mit den bei den Auskunfteien gespeicherten Informationen ab. Der Bonitäts-Score fließt in die Beurteilung der Kreditwürdigkeit ein.

Tipp: Fordern Sie eine Selbstauskunft Ihres Unternehmens an und prüfen Sie die hinterlegten Daten. Fehlerhafte Angaben lassen sich schnell korrigieren. Nutzen Sie außerdem Möglichkeiten, um Ihre Bonität zu verbessern: Bündeln Sie zum Beispiel Ihre laufenden Kredite und machen Sie vom Skonto Gebrauch.


3) SCHUFA-EINTRAG ÜBERPRÜFEN

Neben der Kreditwürdigkeit des Unternehmens kann auch die Kreditwürdigkeit der natürlichen Personen in die Kreditentscheidung einfließen – zum Beispiel anhand der Schufa-Auskunft. Negative Einträge, zum Beispiel wenn Sie Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommen, verschlechtern Ihre Bewertung und können auch die Kreditentscheidung für Ihr Unternehmen beeinflussen.

Tipp: Überprüfen Sie einmal im Jahr Ihre Daten. Das geht über die Schufa-Selbstauskunft. Persönliche Angaben können Sie direkt korrigieren und fehlerhafte Angaben löschen lassen. Das können beispielsweise Forderungen sein, die beglichen aber nicht als bezahlt angegeben sind. So verbessern Sie Ihre Kreditwürdigkeit und stärken das Vertrauen Ihrer Kreditgeber. 


Es kommt vor, dass Unternehmen trotz guter Vorbereitung eine Absage erhalten. Das kann verschiedene Gründe haben und muss nicht nur mit einem Rating bei einer Auskunftei zu tun haben. Lassen Sie sich von einem negativen Kreditbescheid nicht entmutigen. Jeder Fall liegt anders und es gibt viele Möglichkeiten, um die eigenen Chancen auf eine Kreditzusage zu verbessern.