Frage der Woche: Wie wird die Risiko-Klasse ermittelt?

Was ist die Risiko-Klasse und wie wird sie berechnet?

Die finanzielle Situation eines jeden Kreditnehmers ist individuell und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Damit unsere Zinssätze individuell an Ihr Kreditprojekt angepasst werden können, stufen wir die Projekte auf unserer Plattform in Risiko-Klassen ein. Doch wie genau ermitteln die Lendico-Kreditprüfer die Klasse eines Kreditprojekts?

Wozu dient die Risiko-Klasse?

Welcher der Risiko-Klassen wir Ihr Projekt zuordnen, ist abhängig von der geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeit Ihres Kredits. Auf unserer Plattform werden nur Kreditprojekte zur Finanzierung freigegeben, bei denen anzunehmen ist, dass sie die monatlichen Zahlungen bewältigen können.

Wir stufen Projekte in die Klassen A bis E ein, wobei A die beste Klasse mit der geringsten Ausfallwahrscheinlichkeit ist und E das größte Ausfallrisiko darstellt. Die Zinssätze für Kreditnehmer und damit auch die Renditen für Anleger sind von diesem geschätzten Risiko abhängig. Auf diese Weise können unsere Investoren das Risiko besser einschätzen, mit dem die Projekte verbunden sind und erhalten für eine Anlage mit höherem Risiko eine höhere Rendite.

Schritt 1: Prüfung Ihrer Unterlagen

Um die Risiko-Klasse eines Projekts individuell zu berechnen, benötigen unsere Kreditanalysten einige Finanzdaten von Ihnen. Bei Privatkrediten geben Sie die relevanten Daten im Registrierungsprozess direkt an. Welche Daten und Unterlagen wir benötigen, ist abhängig von der Art des Kredits und Ihrer Lebenssituation:

  • Privatkredit: die Gehaltsbescheinigungen und Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Selbstständigenkredit: Einnahmenüberschussrechnung des letzten Jahres und die betriebswirtschaftliche Auswertung des laufenden Geschäftsjahres
  • Firmenkredit: Jahresabschlüsse der letzten beiden Jahre (Bilanz und GuV) und die betriebswirtschaftliche Abrechnung des laufenden Geschäftsjahres

Schritt 2: Einschätzung der Risiko-Klasse

Mithilfe dieser Informationen wird schließlich Ihre Risiko-Klasse errechnet. Unsere Kreditprüfer sind erfahren in der Einschätzung der finanziellen Situation von Kreditnehmern und berechnen mithilfe eines Scoring-Algorithmus welche Wahrscheinlichkeiten für die zukünftige Entwicklung eines Kreditprojektes vorliegen.

Es fließen dabei sowohl Ihre momentane finanzielle Situation als auch weitere externe Faktoren ein. Beispielsweise beziehen wir bei Unternehmen die allgemeinen Gegebenheiten der Branche und eventuelle Abhängigkeiten von Zulieferern oder Partnern mit ein. Bei privaten Kreditnehmern werden zusätzlich zur momentanen finanziellen Situation, auch Einkommensquellen und vergangenes Zahlungsverhalten betrachtet. Daran wird eingeschätzt wie wahrscheinlich es ist, dass Sie problemlos die Rückzahlung Ihres Kredits übernehmen können.

Schritt 3: Ihr individuelles Kreditangebot

Private Kreditnehmer erhalten am Ende des Antragsprozesses sofort ein Kreditangebot. Daraufhin schicken Sie die nötigen Dokumente ein, während das Projekt auf der Plattform finanziert wird. Der komplexere Prüfungsprozess bei Firmenkrediten dauert bis zur Berechnung der Risiko-Klasse oft nur 48 Stunden, so dass wir Ihnen innerhalb kurzer Zeit ein Kreditangebot machen können. Die Konditionen Ihres Kredits werden auf diese Weise individuell an Ihr Projekt angepasst.

Unser Prinzip der Kreditprüfung schafft dabei im Gegensatz zu traditionellen Banken den Spagat zwischen bestmöglichen Konditionen für Kreditnehmer und attraktiven Renditen für Anleger. Denn durch digitale Prozesse sparen wir an den richtigen Stellen – und Sie profitieren davon.

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